Prozess vor Ort

Unser Weg im Seelsorgebereich Erlangen

Der bistumsweite Prozess gibt den Rahmen. In Erlangen geht es nun darum, diesen Rahmen mit der Wirklichkeit vor Ort zu verbinden. Wir fragen: Was brauchen Menschen in unserer Stadt? Wo ist kirchliches Leben stark? Wo gibt es Lücken, Überforderung oder neue Chancen? Und welche Schwerpunkte sollen unsere Pastoral in den kommenden Jahren prägen?

Unser Fahrplan

Erlangen ist vielfältig – deshalb muss auch der Prozess viele Perspektiven aufnehmen

Unser Seelsorgebereich besteht nicht nur aus Pfarreien und Gebäuden. Er lebt von Menschen, Gruppen, Gremien, Einrichtungen, Diensten, Verbänden, Schulen, Kitas, sozialen Orten, ökumenischen Partnern und vielen Formen ehrenamtlichen Engagements. Der Prozess soll diese Vielfalt wahrnehmen und daraus eine gemeinsame Richtung entwickeln.

Wie wir vor Ort arbeiten

In Erlangen verbinden wir drei Ebenen: Wir informieren transparent über den Prozess, wir hören systematisch auf Rückmeldungen und wir arbeiten die Ergebnisse in konkrete pastorale Überlegungen ein. Dabei sollen nicht nur die besonders lauten oder ohnehin gut eingebundenen Stimmen vorkommen. Wichtig sind auch Gruppen, die selten gefragt werden, Menschen mit kritischen Erfahrungen, junge Perspektiven, sozial-caritative Blickwinkel und Menschen, die Kirche nur punktuell oder gar nicht erreichen.

Methodisch orientiert sich die Arbeit an einem klaren Ablauf: Zunächst werden relevante Personen, Gruppen und Orte gesammelt. Danach wird genauer betrachtet, welche Erwartungen, Hoffnungen, Sorgen, Einflüsse und Kommunikationswege es gibt. Aus diesen Wahrnehmungen entsteht eine gezielte Kommunikation und Beteiligung. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Entwicklung der Pastoralstrategie ein.

So soll ein Prozess entstehen, der nicht nur informiert, sondern zuhört; der nicht nur sammelt, sondern auswertet; und der nicht nur diskutiert, sondern Entscheidungen vorbereitet.

Die Prozessphasen in Erlangen

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    Aktueller Schritt

    Orientieren und Struktur schaffen

    Zu Beginn werden Auftrag, Ziel, Rollen und Arbeitsweise geklärt. Das Prozessteam bereitet die lokale Umsetzung vor, ordnet Materialien, legt Kommunikationswege fest und schafft eine gemeinsame Grundlage für die weitere Arbeit.

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    Kommender Schritt

    Hinhören und Perspektiven sammeln

    In dieser Phase werden Rückmeldungen aus Gemeinden, Gruppen, Gremien, Einrichtungen und dem Sozialraum gesammelt. Es geht um Erfahrungen, Hoffnungen, Sorgen, Belastungen, Ideen und konkrete Beobachtungen: Was erleben Menschen in Erlangen? Was brauchen sie von Kirche? Was fehlt?

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    Kommender Schritt

    Verstehen und auswerten

    Die gesammelten Perspektiven werden geordnet und ausgewertet. Dabei wird sichtbar, welche Themen sich wiederholen, wo Spannungen bestehen, welche Gruppen besonders betroffen sind und welche Chancen sich für die Zukunft ergeben.

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    Kommender Schritt

    Pastorale Schwerpunkte entwickeln

    Auf Grundlage der Rückmeldungen, der Pastoralen Orientierungen und der lokalen Analyse werden mögliche Schwerpunkte für Erlangen formuliert. Daraus entsteht der Kern der Pastoralstrategie: Wofür wollen wir künftig besonders stehen?

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    Kommender Schritt

    Handlungsmodelle und Räume prüfen

    Die pastoralen Schwerpunkte werden konkretisiert. Welche Angebote, Orte, Kooperationen, Gebäude, Ressourcen und Verantwortlichkeiten braucht es dafür? Was kann gestärkt, verändert, neu begonnen oder losgelassen werden?

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    Kommender Schritt

    Entscheiden, umsetzen und weiterlernen

    Am Ende stehen nachvollziehbare Entscheidungen und konkrete nächste Schritte. Der Prozess bleibt dabei lernfähig: Was beschlossen wird, muss umgesetzt, überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt werden.

Die Arbeitsgruppen

Arbeitsgruppen bündeln die Arbeit – sie ersetzen aber nicht die Beteiligung

Arbeitsgruppen helfen, Themen sorgfältig zu bearbeiten und Ergebnisse vorzubereiten. Sie sollen den Prozess strukturieren, nicht abschließen. Entscheidend bleibt, dass Rückmeldungen aus dem Seelsorgebereich aufgenommen, transparent verarbeitet und in die weiteren Überlegungen zurückgespielt werden.

Die zentralen Arbeitsgruppen

AG Kommunikation

Die Kommunikation sorgt dafür, dass Informationen verständlich, zugänglich und rechtzeitig ankommen. Sie erklärt den Prozess, macht nächste Schritte sichtbar und schafft Möglichkeiten zur Rückmeldung.

AG Sozialraumanalyse

Die Sozialraumanalyse schaut auf Erlangen als Stadt und Lebensraum. Sie fragt, welche Menschen hier leben, welche sozialen Realitäten prägend sind und wo Kirche mit anderen Akteuren Verantwortung übernehmen kann.

AG Pastoralstrategie

Die Pastoralstrategie bündelt die inhaltliche Arbeit. Sie verbindet die Pastoralen Orientierungen mit den lokalen Wahrnehmungen und formuliert daraus Schwerpunkte für die Zukunft.

Perspektiven, die wir einbeziehen

Für die Weiterentwicklung des Seelsorgebereichs werden gezielt Perspektiven aus Gemeinden, Gruppen, Gremien, Familien und dem Sozialraum einbezogen. Wichtig ist dabei auch der Blick auf Menschen, die bisher wenig Kontakt zur Kirche haben. So entsteht ein konkreteres Bild davon, was Kirche in Erlangen künftig braucht.

Gemeinden und Kirchorte

Pfarreien, Gottesdienstorte, Gemeindegruppen und gewachsene kirchliche Orte bringen Erfahrungen ein, die für die Zukunft des Seelsorgebereichs zentral sind.

Ehrenamtliche, Gruppen und Verbände

Ob Ministrantinnen und Ministranten, Jugendgruppen, Pfadfinder, Chöre, Besuchsdienste, Liturgiekreise, Verbände oder andere Initiativen: Ehrenamtliches Engagement zeigt, wo Kirche konkret lebt.

Gremien und Hauptberufliche

Kirchenverwaltungen, Pfarrgemeinderäte, pastorale Mitarbeitende, Verwaltung und weitere Verantwortliche bringen Wissen über Strukturen, Ressourcen, Belastungen und Gestaltungsmöglichkeiten ein.

Kinder, Jugendliche und Familien

Junge Perspektiven sind entscheidend. Der Prozess fragt, wie Kirche für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien zugänglich, glaubwürdig und relevant sein kann.

Soziale, ökumenische und zivilgesellschaftliche Partner

Kirche handelt nicht allein. Schulen, Kitas, soziale Dienste, Caritas, Nachbar-Gemeinden, Vereine, Initiativen und kommunale Partner helfen, den Sozialraum realistisch wahrzunehmen.

Menschen mit Distanz zur Kirche

Besonders wichtig sind Perspektiven von Menschen, die Kirche selten erreicht: Menschen mit kritischen Erfahrungen, mit wenig Kontakt zur Gemeinde oder mit Erwartungen, die bisher kaum vorkommen.

Wie Rückmeldungen einfließen

Rückmeldungen werden nicht einzeln bewertet oder öffentlich gegeneinander gestellt. Sie werden gesammelt, geordnet und in größere Themenlinien übersetzt. Dabei interessiert nicht nur, wie häufig etwas genannt wird, sondern auch, welche Bedeutung ein Thema für bestimmte Gruppen hat und welche pastoralen Fragen daraus entstehen.
Transparenz ist dabei wichtig: Wer sich beteiligt, soll nachvollziehen können, wofür die Rückmeldungen genutzt werden. Deshalb werden zentrale Zwischenergebnisse, nächste Schritte und offene Fragen auf dieser Website sichtbar gemacht.

Ihre Perspektive zählt

Persönliche Rückmeldung

Teilen Sie Ihre persönliche Sicht auf Kirche in Erlangen: Was erleben Sie? Was hoffen Sie? Was macht Ihnen Sorgen? Welche Idee sollte gehört werden?

Rückmeldung geben

Rückmeldung als Gruppe

Gruppen, Gremien, Teams und Initiativen können ihre Perspektive gemeinsam formulieren und in den Prozess einbringen.

Rückmeldung geben

Termin vereinbaren

Für ausführlichere Rückmeldungen, besondere Themen oder Gesprächsanfragen kann ein Termin vereinbart werden.

Termin vereinbaren

Bring den Prozess Voran

Fehlt eine Perspektive?

Der Prozess bleibt offen für Hinweise. Wenn eine Gruppe, ein Thema, ein Ort oder eine Erfahrung bisher nicht vorkommt, soll das sichtbar werden. Kirche mit Zukunft entsteht dort, wo wir bereit sind, genauer hinzuhören.

Wir hören zu!